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CD-Veröffentlichung beim Label Thorofon (Best.nr. CTH 2568)
“Mit Feuer und Leidenschaft”
Sebastian Theile spielt Weber, Reger, Lutoslawski und Poulenc
Sebastian Theile, Klarinette Nicholas RImmer, Klavier Aufgenommen im Großen Sendesaal des SWR in Stuttgart. Tonmeister: Prof. Oliver Curdt, Stuttgart
Erhältlich im Fachhandel und im Internet: jpc - amazon.de - world of music u.a
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Rundfunk-Ausstrahlungen:
- Westdeutscher Rundfunk (WDR3), 12.11.2010, WDR3 Klassik-Forum - Bayerischer Rundfunk (BR Klassik), 27.8.2010 - Hessischer Rundfunk (HR2), “Die leidenschaftliche Klarinette”, CD-Tip des Monats August, 7.8.2010
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CD-Rezensionen:
“Ensemble - Magazin für Kammermusik”, Düsseldorf, Oktober 2010
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Gefühlvolles Spiel
Carl Maria von Weber: Grand Duo concertant op. 48; Max Reger: Albumblatt und Tarantella für Klarinette und Klavier; Witold Lutoslawski: Tänzerische Präludien u. a.
Sebastian Theile (Kla); Nicholas Rimmer (Kl) Thorofon 2568 (Vertrieb: Klassik Center)
Die fünf ,,Tänzerischen Präludien", die Witold Lutoslawski in den 1960er Jahren für Klarinette und Klavier schrieb, dauern zehn Minuten und sind dennoch das Highlight dieser CD: es gibt derzeit wohl keine Konkurrenz. Sie sind originell und von solch unterschiedlicher Faktur, dass Sebastian Theile damit seine vielseitigen Spielfähigkeiten beeindruckend demonstrieren kann: Das köstliche Allegro molto kichert sich eines, das Andantino verhaucht danach musikalische Gedanken leise in einem fahlen Klangnebel, das Allegro gioccoso hüpft bis zur abschließenden Klangfontäne koboldhaft durch die Töne, das Andante tupft kleine Tonpunkte auf eine sich stiller Betrachtung hingebende Seele, das abschließende Allegro molto befreit das Instrument wieder von allen Eintrübungen und lässt es in wechselndem Takt übermütig tanzen und Luftsprünge machen. Der Klarinettist kostet die Spannweite der Empfindungen in diesen Petitessen genüsslich aus, fühlt sich aber auch in Webers Romantik zwischen klangvoller Forschheit und gefühlvollem Schwelgen ebenso zuhause wie in den kleinen nostalgisch eingefärbten Reger-Piecen. Poulencs späte Klarinettensonate bildet den Abschluss der eindrucksvollen Selbstdarstellung eines technisch versierten Instrumentalisten.
Diether Steppuhn aus: ENSEMBLE 6-2010 www.ensemble-magazin.de
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Intendantin des Internationalen Klassikfestivals “Cape Classic”, Kapstadt/Südafrika
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Mit Feuer und Leidenschaft
Sebastian Theile (Klarinette) Nicholas Rimmer (Klavier)
Packend lebendiges Vorwärtsdrängen, plastische Phrasierung und ein pointiertes Spiel mit unglaublicher Verve lassen vergessen, dass es sich bei Carl Maria v. Webers „Grand Duo concertant“, op. 48 um ein Stück handelt, bei dem eine phänomenale Technik und eine traumwandlerische Treffsicherheit Selbstverständlichkeit sein müssen, um all die handwerklichen und künstlerischen Schwierigkeiten spielerisch zu bewältigen.
Im Bewusstsein der Wirkung jedes einzelnen Tons gelingt Theile und Rimmer eine außerordentlich fesselnde Interpretation, die Entwicklung und Darstellung von Gesamtzusammenhängen und eine selten zu hörende homogene Verschmelzung. Unmerkliche Übergänge zeugen von der frappierenden Fähigkeit beider Künstler feinsinnig miteinander in Dialog zu treten und mit einander zu korrespondieren. Spritzige, spitzige Klarinettentöne werden prägnant vom Klavier umspielt, finden sich letztendlich aber zusammen in einem kongenialen, musikalisch rauschenden Einvernehmen.
Max Regers „Albumblatt“ steht in krassem Gegensatz zu seiner „Tarantella“. Ersteres entschwebt schließlich in zögerlicher Leidenschaft, nachdem es anfangs durch deutliches Drängen den Eindruck ungebremster Energie vermittelt. „Tarantella“ hingegen ist eine musikalische, sich spiralenförmig in luftige Höhen drehende Schraube, die von der Klarinette eine quirlige, schlanke Stimmführung und bestechende Brillanz verlangt.
In seinen „Tänzerischen Präludien“ entführt Witold Lutoslawski den Zuhörer in unterschiedliche Szenen. Da lässt das Ende des „Allegro molto“ mit seinem witzigen Abschluss den Hörer schmunzeln, das „Andantino“ führt bedächtig in musikalischem Gleichschritt in dunkle Gegenden, und das „Allegro giocoso“ verteilt spitze Tonsplitter und vergnügtes Gezwitscher gleichmäßig an Klarinette und Klavier. Wie eine drohende Gefahr schleicht sich die Klarinette dann im „Andante“ an, verwandelt sich aber fast unmerklich unter der Metrik des Klaviers in einen optimistischen, fast leichtsinnigen Gedanken. Endloser Atem, Bögen von verblüffender Weise, farbig schwebende Töne und ein sensibles Klangempfinden für die Nuancen des Instruments sind Voraussetzung für das „Malen“ von solchen Klangbildern!
Auch die „Sonate für Klarinette und Klavier“ von Francois Poulenc verlangt plastische Phrasierung und die Wölbung von Spannungsbögen. Sie führt erst den Hörer leichtfüßig und vergnügt zu einem Abbruch, bei dem plötzlich eine depressive Tristesse überhand nimmt, und zeigt dann die Verzweiflung, mit der die Klarinette immer wieder versucht sich aus der Enge zu entwinden. Melancholie bestimmt die „Romanza“, - fast, als wäre schon jede Hoffnung gestorben. Doch unterwartet und völlig überraschend entwickeln beide Instrumente im abschließenden „Allegro con fuoco“ virtuos ein kaleidoskopartiges und leidenschaftliches Feuerwerk.
Gabi Zahn
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Musicweb-international (12/2010):
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Mit Feuer und Leidenschaft
... Two young musicians, Sebastian Theile and Nicholas Rimmer, give us an excellent presentation of four beautiful and diverse works for clarinet and piano. This is a real duo, as the piano has good presence, more than in some clarinet-centered recordings. The effect is further helped by the perfect balance found by the recording engineer.
... In the first movement of Weber’s Grand Duo Theile and Rimmer have all the necessary bravura, and yet are gentle in the gentle places. Although fast, the playing is not aggressive, and is very sympathetic. The viscous sadness of the operatic second movement is heartfelt. Theile does very well in the difficult task of playing those long, long notes expressively. Rimmer creates the dark atmosphere, and is intense and powerful in the dramatic outbursts. The cheerful Rondo is light and bouncy, its golden note-spinning well articulated. I am sure that Weber himself would have loved this performance.
(Lutoslawski, Dance Preludes:) ... The performance is very affectionate. I don’t think this music would shine on its own in a less involved presentation, but in Theile and Rimmer it finds real advocates.
The two instruments blend perfectly in Poulenc’s Sonata. The first movement is muscular and youthful. The slow episode opens with terrifying shrillness, which leads to wistful yearning and sadness. In the second movement, again, Theile knows how to play the long notes so that they are alive and breathing. The tempo is quite fast, but the emotion is throbbing, and the simple melody speaks directly to the soul. This is a very beautiful, poignant reading. The sonata and the disc end on an optimistic note: the third movement returns to a friendly unbuttoned humor, although with some romantic thoughts woven in.
... the performances are truly excellent, and combine technical prowess with fire and passion, just as the title of the album promises.
Oleg Ledeniov, www.musicweb-international.com => Ganze Rezension
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Thüringer Allgemeine, Erfurt, 4. Januar 2011, Feuilleton:
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Meininger Klarinettist veröffentlicht erstes Album Von der Romantik bis zur Moderne reicht die Debüt-CD von Sebastian Theile
... Die Aufnahmen sprechen für sich, sie zeugen von kluger Werkauswahl und feinsinnigem Zusammenspiel der beiden Musiker. Theile, der seit 2009 künstlerischer Leiter des kleinen Klassikfestivals „Musiksommer Bad Liebenstein“ ist, beherrscht das Virtuose in Carl Maria von Webers „Grand Duo concertant“ op. 48 mit Leichtigkeit und interpretiert das opernhaft Romantische ohne übertriebenes Pathos. Noch mehr Spiel- und Interpretationsfreude können der Klarinettist und der Pianist in den neueren Werken beweisen - ob in Max Regers raffinierter Tarantella, wo Theiles weitschweifendes Legato von Rimmers pointiertem Spiel angemessen geerdet wird, oder in den vielseitigen „Tänzerischen Präludien“ von Witold Lutoslawski, die die Klarinette zu beherzten Ausflügen Richtung Jazz verleiten. Hingehauchte Andantini wechseln mit temperamentvollen Allegro-Sätzen - eine Herausforderung, die den beiden Musikern hörbar Vergnügen bereitet. Aber auch der subtile bis grelle Witz von Poulencs später „Sonate für Klarinette und Klavier“ kommt in Theiles und Rimmers Interpretation gut zur Geltung. Eine gelungene CD mit einem Programm, das man nicht alle Tage zu hören bekommt.
Frauke Adrians
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Weitere Echos:
... die Duo-Qualität ist außergewöhnlich ... ... hervorragende Ensembleleistung, wie man sie selten zu hören bekommt ... ... sehr differenziert, farbenreich und ausdrucksstark gespielt ... ... hervorragende künstlerische Leistung ...
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